Apostroph persönlich: Larissa Stalder

«Wie man in die Welt ruft, so tönt es zurück»

Larissa Stalder besitzt einen Master of Science in Business Administration mit Fokus strategische Unternehmensentwicklung sowie einen Master of International Business der USC Australia. Bei Apostroph hat sie innerhalb von 3,5 Jahren den Sprung vom Junior Business Developer zur Head of Sales gemacht. Von sich selbst sagt sie, sie sei ein wenig wie das Meer – einmal die Ruhe, dann wieder der Sturm.

Apostroph: Du bist im Kanton Luzern auf dem Land aufgewachsen. Was hast du von der weiten Welt gesehen?
Larissa Stalder: In meinem Pass findet man zahlreiche Stempel. Andere Kulturen interessieren mich als Privatperson ebenso wie als Betriebsökonomin, deshalb habe ich viele Reisen mit einer Weiterbildung kombiniert. So absolvierte ich einen Teil meines Bachelorstudiums an der Universidad de Belgrano in Buenos Aires, eine Studienreise brachte mich nach Hongkong und China und meinen MIB habe ich aus Down Under mitgebracht. Zudem war ich längere Zeit in Zentral- und Lateinamerika unterwegs und habe Europa und die USA bereist.

Wie bist du zu Apostroph gekommen und weshalb bist du geblieben?
Vor Apostroph hatte ich keinerlei Bezug zu Sprachdienstleistern, bin da eher hineingerutscht – und mit Freude hängen geblieben (lacht). Ich mag die Agilität der Branche, hier gibt es alles, bloss keinen Stillstand. Nehmen wir die rasanten Entwicklungen in der Neural Machine Translation (NMT). Das ist eine so spannende Sache, dass ich an der Fachhochschule St. Gallen meine Masterarbeit* zu diesem Thema verfasst habe. Aber wir sind auch ein grossartiges Team und haben tolle Kunden. Zudem wurde ich von Apostroph stets gefördert.

Wie genau sah diese Förderung aus?
Man hat mir von Anfang an die Möglichkeit gegeben, mich weiterzuentwickeln. Bereits nach einem Jahr als Junior Business Developer bekam ich die Chance, im Key Account Management weitere Erfahrungen zu sammeln. Und seit Anfang Jahr bin ich nun Head of Sales. Ich leite sowohl fachlich als auch personell das KAM-Team und betreue die grössten Kunden. Mein Job ist herausfordernd, abwechslungsreich und bereichernd. Auch schätze ich die enge Zusammenarbeit mit der Apostroph Geschäftsleitung. Ich wurde stets auf sehr individuelle Art und Weise gefördert. Unter anderem konnte ich 6 Monate Auszeit nehmen, um in Australien meinen 2. Masterabschluss zu machen. Das ist alles andere als selbstverständlich und ich bin Apostroph deshalb sehr verbunden.

Was begeistert dich am Umfeld Sprachen und Übersetzungen?
Die Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil einer Kultur – das gilt auch für Firmen. Die Auswirkungen schlechter mehrsprachiger Kommunikation werden oft unterschätzt, schlimmstenfalls bringt sie Fusionen und Übernahmen zum Scheitern. Wie man in die Welt ruft, so tönt es eben auch zurück. 


Die Website von Apostroph entsteht unter deiner Ägide neu. Kannst du uns schon verraten, in welche Richtung sie sich verändern wird?

Bei diesem Thema schlägt mein Marketingherz gleich höher (lacht). Unsere neue Website – sie wird 2021 live gehen – ist elementar für einen datengetriebenen B2B-Vertrieb. Bei dieser umfassenden Überarbeitung des Webauftritts steht die User Experience im Zentrum. Es soll den Kunden, Interessenten, Mitarbeitenden und Gästen Spass machen, auf unserer Welle zu surfen. Zu den wichtigsten Bausteinen gehört eine übersichtliche Struktur, damit Content schnell gefunden wird. Zudem erhalten unsere Schnittstellen- und Technologielösungen das verdiente Podium, denn die Dienstleistungen von Apostroph reichen inzwischen weit über die reinen Übersetzungsservices hinaus. Und natürlich präsentieren wir uns in einem modernen Design, das unsere Innovationsfähigkeit spiegelt. Mehr verrate ich nicht, es soll ja auch eine Überraschung werden.

Du bist beruflich sehr engagiert. Kommt da nicht auch einiges zu kurz?
Die Jahre mit dem konsekutiven Masterstudium bei 90 % Arbeitstätigkeit waren tatsächlich intensiv. Heute habe ich zwar eine anspruchsvolle Funktion, aber ich kann meine Freizeit unbeschwerter geniessen. Ich liebe das Leben in Zürich, aber ich brauche auch die Natur. Entweder schnüre ich die Wanderschuhe oder trete in die Pedale, im Winter steige ich aufs Snowboard und im Herbst reite ich leidenschaftlich gern auf den Wellen – so bleibe ich körperlich und mental in der Balance.

Welches Buch oder welche Bücher liegen auf deinem Nachttisch und welche Musik hörst du an einem entspannten Sonntagmorgen?
Aktuell lese ich Kai Strittmatters «Die Neuerfindung der Diktatur» über Chinas digitalen Überwachungsstaat. Im Vergleich dazu liest sich jeder Krimi wie eine Gutenachtgeschichte. Und auf meiner Spotify Playlist steht momentan Ziggy Alberts zuoberst. Seine Musik ist wie eine sanfte Meeresbrise.

Danke für das Interview, Larissa.

* Anm. der Redaktion: Larissas Masterthesis beschäftigt sich mit den betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Sprachdienstleistungsindustrie. Dafür hat sie von der FHS St. Gallen und der Wirtschaftsorganisation WISG St. Gallen die Auszeichnung für die beste Thesis 2019 erhalten.

Larissa Stalder: «Mit dem Reisen ist es wie mit dem Job: offen sein, auf Neues zugehen, den Erfahrungsschatz erweitern und natürlich Spass haben.»