02/18/2019

Das ausgestossene i in «Zürcher»

Nicht selten werden bei mehrsilbigen Wörtern unbetonte Laute ausgestossen, wir denken da etwa an Basler (nicht Baseler), Münchner (nicht Münchener) – oder eben Zürcher. Keine Zürcherin, kein Zürcher würde sich je als Züricherin, Züricher bezeichnen. Und doch sind beide Varianten richtig. Als Schweizer Nicht-Zürcher denken Sie jetzt natürlich als erstes: Typisch für «Little Big City» Zürich und dessen Ureinwohner, immer beides, immer alles oder nichts. Aber das ist jetzt wirklich ein anderes Thema.

Die beiden Varianten Züricher und Zürcher leben seit Jahrhunderten – wenn auch wie es scheint gerade von den Alt-Eingesessenen unbemerkt – friedlich nebeneinander, zumindest in schweizerischen Schriftquellen. Und umgekehrt wird für den Stadtnamen Zürich zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert nicht selten «Zürch» geschrieben.

Jedoch gesprochen hat man seit dem Spätmittelalter «Züri» und «Zürcher». Und damit wird uns spätestens jetzt klar, warum «Zürcher» ohne das i so viel besser in unseren Ohren klingt.

Im Zweifelsfall fragen Sie die Profis von Apostroph, übrigens mit einem Standort u. a. auch in Zürich.

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