24.07.2019

Was man von den Bösen lernen kann

Genug gewartet! 2019 ist wieder das Jahr des «Eidgenössischen». Alle drei Jahre steigen die Schwinger in die Zwilchhosen, der Wettkampf im Sägemehl beginnt. Das Schwingen hat eine urchige Herkunft, ist typisch schweizerisch und folgt alten Traditionen und Regeln. Aber es gibt noch viel mehr Gründe, warum man Schwingen einfach mögen muss.

Wenn am 23. August das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) losgeht, bricht in der Schweiz wieder das Schwingfieber aus, wetten? Das Schweizer Fernsehen sendet drei Tage rund um die Uhr live aus Zug, die Tickets für die 56‘000 Plätze in der Schwingarena sind wie immer ausverkauft. Woher kommt diese Begeisterung bei Jung und Alt, in Stadt und Land?

Schwinger sind fair und kollegial

Keine Diskussionen mit dem Schiedsrichter, keine Zeitschinderei, kein Gejammer. Einfach sportlicher Wettkampf. Ist der Gang beendet, umarmen sich die Gegner. Der Sieger hilft dem Unterlegenen hoch und wischt ihm das Sägemehl vom Rücken. Auch auf den Rängen geht es sportlich zu. Fans aus den verschiedenen Lagern foppen sich, man trinkt miteinander, man fachsimpelt und jubelt. Aber es bleibt friedlich.

Es geht bescheiden und bodenständig zu

Selbst die besten Schwinger (die «Bösen») schreiben am «Eidgenössischen» lieber Autogramme für die Fans oder halten einen Schwatz mit den Zuschauern, statt vor Kameras zu palavern. Interviews zwischen den Wettkämpfen sind tabu. Dem Schwingerkönig winkt kein riesiges Preisgeld. Traditionsgemäss führt er einen Muni nach Hause. Die Schwingarena ist bis heute werbefrei.

Das «Eidgenössische» wird klimaneutral

Das ESAF 2019 Zug soll erstmals ein klimaneutrales Eidgenössisches Schwingfest werden. Der verwendete Strom ist zu 100 % nachhaltig produziert. Entstehendes CO2 wird komplett kompensiert. Selbst das Sägemehl wird zu 100 % weiterverwendet.


Wir von Apostroph finden: Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest zeigt sich die Schweiz mit ihren besten Tugenden. Darum sind wir stolz, das «Eidgenössische» als Sponsor zu unterstützen. Mit Freude haben wir Texte rund um den Event ins Französische übersetzt. Damit auch die Romandie während des ESAF-Wochenendes mit News und Resultaten aus dem Zuger Sägemehl aktuell bleibt, ist unsere Key Account Managerin Charlotte Nigg vor Ort und organisiert alles Ad-hoc und auf die Minute. Übrigens: «Schwingen» heisst im Französischen «la lutte suisse».

ESAF 2019 Zug